Auf dieser Seite findest du das Glossar, eine alphabetisch sortierte Auflistung und Begriffserklärung von Fremd- und Fachwörtern mit Schwerpunkt Gesundheit und Psychologie. Mir ist es wichtig, dass die Begriffe kurz und verständlich erklärt werden. Falls du dich tiefer mit der entsprechenden Materie beschäftigen willst, kannst du dir hier entsprechende Beitrage anschauen.

 

A

ADHS

Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung bezeichnet eine Störung der Informationsübertragung zwischen Nervenzellen im Gehirn.
Zu den Hauptsymptomen zählt Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität.

ADHS ist keine reine Kinderkrankheit, sondern kann auch im Erwachsenenalter diagnostiziert werden. Wird die Störung nicht behandelt, beeinträchtigt sie die Leistungsfähigkeit und soziale Interaktion der Betroffenen.

Anamnese

Als Anamnese wird das Erstgespräch zwischen Arzt und Patient:in bezeichnet und kann durch eine gezielte Fragestellung die Diagnostik mit weiteren Informationen bereichern. Anschließend muss die Verdachtsdiagnose durch weitere Untersuchungen ausgeschlossen oder bestätigt werden.

Antidepressiva

Antidepressiva sind Medikamente, die zur Unterstützung bei z.B. Depressionen, Angst-, Panik- und Zwangsstörungen eingesetzt werden können. Je nach Wirkung lassen sich diese in unterschiedliche Gruppen einteilen und fangen erst nach längerer Einnahme an zu wirken.

Je nach Verträglichkeit und Schwere der Krankheit, müssen verschiedene Präparate ausprobiert werden. Hierzu ist es wichtig die vom Arzt vorgeschriebene Dosierung nicht selbsttätig anzupassen und offen über auftretende Nebenwirkungen zu sprechen.

B

Bipolar

Die Bipolare Störung ist eine schwere psychische Erkrankung, welche sich durch Phasen von Manie und Depression kennzeichnet.

Während der Manie, sind die Betroffenen oft überaktiv, euphorisch oder gereizt.
Danach folgt eine Phase der Depression mit Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Traurigkeit.

Borderline

Die Borderline Störung ist eine Persönlichkeitsstörung wodurch Menschen an intensiven und unkontrollierbaren Emotionen leiden. Durch die durchaus starken Emotionsschwankungen und Wutausbrüchen kann es zu Selbstverletzungen kommen, bis hin zum Suizidversuch.

Oft spielen traumatische Erlebnisse in der Kindheit eine große Rolle.
Durch spezielle therapeutische Maßnahmen besteht dennoch Hoffnung auf einen positiven Verlauf der Krankheit.

C

Chronisch

Chronisch wird eine Krankheit genannt die sich langsam über einen gewissen Zeitraum entwickelt und nicht, wie eine akute Erkrankung, schnell geheilt werden kann.
Patienten mit chronischer Erkrankung können nur schwer oder gar nicht geheilt werden.

D

Depressionen

Eine Depression bezeichnet Phasen unterschiedlicher Schwere mit oft niedergedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit und Traurigkeit. Zahlreiche andere Symptome können diese weit verbreitete psychische Störung begleiten. Darunter Schlafstörungen, Reizbarkeit, vermindertes Selbstvertrauen, Ängste und Suizidgedanken.

Treten Symptome über mindestens zwei Wochen auf, kann die Diagnose Depression gestellt werden. Aber es gibt auch gute und effektive medikamentöse und therapeutische Behandlungen.

Dopamin

Dopamin wird auch als Glückshormon bezeichnet und ist ein wichtiger Botenstoff im Nervensystem.

Wenn das Gehirn ein positives Erlebnis wahrnimmt, schüttet es vermehrt Dopamin aus.
Das hat zur Folge, dass unsere Motivation und unser Antrieb gesteigert wird.

Dopamin wird aus der Aminosäure Tyrosin gewonnen und kann auch durch Nahrungsmittel wie z.B. Rote Bete zugeführt werden.

H

Halluzinationen

Halluzinationen sind Sinnestäuschungen die durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden können.
Die Betroffenen sehen, hören, fühlen oder riechen etwas, dass nicht existiert. Sie sind davon überzeugt, dass es real ist.

I

ICD-10

ICD-10 ist ein internationales Zuordnungssystem für Diagnosen und dient als Voraussetzung zur Abrechnung mit Krankenkassen.

Zusätzlich gibt es für Psychische- und Verhaltensstörungen die Kennungen F00-F99.
F32.0-F32.9 sind z.B. die depressiven Episoden.

Auf der Seite ICD-Code gibt es Erklärungen zu den verschlüsselten Diagnosen.

M

Manie

Eine manische Episode bezeichnet eine Phase mit intensiven Hochgefühl und oft nicht begründeter guter Laune. Innerhalb dieser Phasen fühlen sich die Betroffenen häufig überdurchschnittlich leistungsfähig, kreativ und neigen zur Überaktivität.

N

Neurose

Neurosen sind psychische Störungen, welche keine körperliche Ursachen zu Grunde liegen.
Diese können z.B. Ängste, Phobien und depressive Verstimmungen sein.

P

Psychose

Unter einer psychotischen Störung versteht man eine Wahrnehmungsstörung von sich selbst und anderen. Betroffene haben das Gefühl den Bezug zur Realität zu verlieren und leiden oft an Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

Während einer Erholungsphase die je nach Schwere der Psychose kürzer oder länger ist, kann mit therapeutischer Hilfe eine Besserung oder Heilung erreicht werden.

PTBS

Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine kurzfristige oder zeitverzögerte Reaktion auf ein traumatisches Erlebnis.

Patient:innen durchleben ihr Trauma erneut in Flashbacks oder Albträumen und entwickeln teilweise Symptome wie Gleichgültigkeit, emotionaler Stumpfheit, Reizbarkeit und Schlafstörungen. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für Suchterkrankungen, Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen.

R

Rehabilitation

Rehabilitation bedeutet Linderung, Beseitigung von körperlichen, psychischen und sozialen Folgen einer Erkrankung um wieder am Alltag teilnehmen zu können. Dazu dienen Aufenthalte in Reha-Kliniken oder ambulante Rehamaßnahmen.

S

Symptome

Symptome sind Anzeichen, Warnungen oder Merkmale die eine Krankheit beschreiben. Diese können durch den Patient:in als Beschwerde berichtet werden oder  vom Arzt durch Untersuchungen erfasst werden.