Eine Depression kann jeden treffen. Egal ob Familienmitglied, Freund:in oder Arbeitskollege:in.
Häufig betroffen sind negativ eingestellte oder Alleinstehende, sowie erfolgsorientierte oder eifrige Menschen. Schicksalsschläge wie z.B. der Verlust der Arbeit, eine Trennung oder ein Todesfall können auch Depressionen auslösen.

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und auf Grund der hohen Mortalitätsrate sind diese auch nicht zu unterschätzen. Jeder Mensch empfindet eine Depression anders. Die einen versinken in tiefe Traurigkeit, die anderen empfinden nur Leere. Fakt ist, dass die Gedanken und Gefühle vollkommen durcheinander geraten und das macht hoffnungslos.

Oft ziehen sich Betroffene stark zurück und tragen den Kampf mit sich selbst aus. In der Öffentlichkeit geben sie sich so wie jede:r andere und sie sind sehr gut darin ihre Probleme zu verstecken. Dennoch gibt es Anzeichen, die auf eine Depression hinweisen können.

 

Anzeichen und Merkmale

  • Fühlt sich über- unterfordert
  • Ist öfters krank als üblich
  • Tut sich schwerer Entscheidungen zu treffen
  • Wirkt abwesend und hat eine „ist mir egal“ Einstellung
  • Treibt überdurchschnittlich viel Sport oder verbringt deutlich mehr Zeit auf der Arbeit
  • Vergisst regelmäßig Verabredungen
  • Dir fallen Sprachprobleme auf
  • Zieht sich immer mehr zurück und sucht keinen Kontakt
  • Hat Angst vor der Zukunft und spricht offen über das Leben und den Tod

Zusätzlich treffen natürlich auch die Warnzeichen einer Depression auf Nahestehende zu.

Es gibt eine Menge Anzeichen an denen du eine Depression bei anderen erkennen kannst. Aber nur du kannst deinen Gegenüber so gut einschätzen, um zu wissen, ob deine Hilfe angenommen wird.
Bitte überfordere den Menschen nicht und versuche, gut gemeinte Ratschläge zu vermeiden.
Denke immer daran, dass eine Depression eine anerkannte Krankheit ist, die nicht zu unterschätzen ist und wenn möglich mit Feingefühl behandelt werden sollte.

Hier verlinke ich dir noch einen kleinen tollen Begleiter für Angehörige und Betroffene.
Mit dem schwarzen Hund leben: Wie Angehörige und Freunde depressiven Menschen helfen können, ohne sich dabei selbst zu verlieren. *

 

Wie nahestehende Person ansprechen?

  1. Bei Verdacht ansprechen und auf Veränderungen aufmerksam machen
  2. Hilfe anbieten
  3. Zuhören
  4. In regelmäßigen Abständen vorsichtig erneut Hilfe anbieten, aber nur wenn es dich selbst nicht überfordert

Deine Hilfe kann Leben wieder lebenswerter machen.


Chris

Mein Name ist Chris und ich habe Slowlow Lobster ins Leben gerufen.
Ich schreibe hier Beiträge rund um psychische Erkrankungen. Themen die mich persönlich betreffen, aber auch Themen die zur Aufklärung und zum Ende von Stigmatisierung beitragen.